Logo Dirk Miguel Schluppkotten

Neubau einer Kindertagesstätte,

Aschaffenburg Nilkheim


Die in der städtebaulichen Rahmenplanung angelegte Funktion des Planungsgebiets als Gelenk und Vermittler zwischen dem quartiersinternen Grünzug und dem neu entstehenden Platzraum an der Martin-Luther-Straße steht im Zentrum der Überlegungen. Die Lage des Grundstücks und die spezifische Geometrie des Baufensters bilden den Ausgangspunkt des Entwurfsprozesses, in dessen Verlauf der Baukörper aus der Überlagerung der an diesem Ort aufeinandertreffenden Raumqualitäten und Ordnungssysteme entwickelt wird.
Maximale Kompaktheit im Grundriss bei gleichzeitiger Öffnung des Gebäudes in Richtung der Freifläche und des Grünzugs sind dabei die wichtigsten Prämissen, die in der Organisation der Gruppenräume über die Diagonale des Baufensters und in der Schaffung einer inneren Mitte mit Foyer und Mehrzweckraum ihre räumliche Entsprechung finden.
Der Haupteingang orientiert sich zum Platz und ist von der Martin-Luther-Straße wie vom Anwandeweg her gleichermaßen gut erreichbar. Von hier führt der Weg in das zentral gelegene Foyer, das gemeinsam mit dem Mehrzweckraum die innere Mitte des Gebäudes bildet und von einem umlaufenden Spielflur eingefasst wird.

 

 

 

Die Vertikalerschließung findet Ihren Platz in der Süd-West-Ecke des Gebäudes. Von dieser zentralen Position sind sämtliche Räume des Obergeschosses direkt und gleichermaßen gut erreichbar. Wo der Spielflur des Erdgeschosses sich um die innere Mitte des Gebäudes legt, öffnet sich der Spielflur des Obergeschosses mit einer bergenden Geste in Richtung des Grünzugs.
Ausgehend von den oben beschriebenen Setzungen für die wichtigsten Raumbereiche wird das Raumprogramm so kompakt wie möglich um die innere Mitte aus Foyer und Mehrzweckraum organisiert. Die funktionalen Einheiten der U3-Gruppen sowie die beiden integrativen Gruppen besetzen die Diagonale des Baufensters und öffnen sich mit zwei gruppenübergreifenden Loggien in Richtung der Freifläche und des Grünzugs.
Das ergänzende Raumprogramm der integrativen Gruppen ist in unmittelbarer Nähe der Gruppenräume an der Westseite des Gebäudes vorgesehen. Der Speiseraum bildet den süd-östlichen Abschluss des Gebäudes. Der unmittelbar an den Speiseraum anschließende Küchenbereich und die Sanitäranlagen komplettieren die Nutzungsverteilung des Erdgeschosses.

 

 

 

Im Obergeschoss finden die beiden Ü3-Gruppen samt dem dazugehörigen Nebenraumprogramm ihren Platz. Ebenfalls im Obergeschoss befinden sich das Familienzentrum sowie die Räume der Leitung und des Personals.Das Dach des Edgeschosses wird zur nutzbaren Fläche, die sowohl von den Gruppenräumen als auch vom Personalraum her zugänglich ist. Ein Lern- und Experimentiergarten wäre hier eine schöne Option. Über die den Gruppenräumen vorgeschaltete Terrasse, eine Aussentreppe und die in die Architektur des Gebäudes integrierte Aussenrutsche ist auch dieser Bereich direkt mit der Freifläche des Erdgeschosses verbunden.Holz soll das primäre, die Konstruktion des Gebäudes und die Atmosphäre der Räume prägende Material sein. Dem Dach als zentrales Element der städtebaulichen und architektonischen Überlegungen kommt auch hier eine entsprechend vorrangige Bedeutung zu. Die Auflösung der Grundrissfigur in unterschiedlich geneigte Teilflächen geben dem Gebäude Maßstäblichkeit und der äußeren Erscheinung eine gewisse Spannung.